Ja Leute, das war ein Jahr China. Gestern bin ich wieder in Deutschland gelandet.
Erster Eindruck: Deutschland duftet!
Ich hoffe die Berichte haben Euch gut gefallen und freue mich auf ein Wiedersehen mit Euch allen!
@ 2008-09-01 – 09:48:49
Ja Leute, das war ein Jahr China. Gestern bin ich wieder in Deutschland gelandet.
Erster Eindruck: Deutschland duftet!
Ich hoffe die Berichte haben Euch gut gefallen und freue mich auf ein Wiedersehen mit Euch allen!
@ 2008-08-19 – 12:50:36
Trotz der ganzen Panikmache der letzten Monate ist es während der Olympischen Spiele hier in Peking nahezu entspannt.
Die Eröffnungsfeier war wirklich ein Kracher mit riesigem Feuerwerk und allem Pipapo. Wir hatten das Glück, uns das Ganze in einem Restaurant anzuschauen, mit einem Auge auf dem Fernseher und dem anderen Auge auf dem Olympic Green samt Vogelnest.
Fotos gibt es hier (nicht von der Eröffnungsfeier, schlechte Qualität, ich weiß nicht, warum). Ansonsten gehts mir gut. Freue mich schon sehr auf Zu Hause!
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| Olympia |
@ 2008-08-04 – 17:59:52
Zunächst, wie versprochen, die Fotos aus Hong Kong und Qingdao:
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| Hong Kong & Qingdao |
Und jetzt noch etwas zu den Olympischen Spielen. Wie man sich vorstellen kann, läuft die Vorbereitung jetzt auf Hochtouren. Die Anzahl der U-Bahnlinien hat sich vervielfacht, überall in der Stadt hängen Banner und es laufen viele Freiwillige Helfer in Ihren blauen Olympia T-Shirts durch die Gegend. Was die Chinesen hier an Gebäuden hochgezogen haben ist auch sehr, sehr beeindruckend.
Nichts wird dem Zufall überlassen, selbst für das richtige Wetter am Freitag wird gesorgt werden. Zur Bekämpfung des Smogs dürfen alle Autos nur noch jeden zweiten Tag fahren. Schon in den letzten Monaten wurden nämlich Nachts Raketen mit Silberiodid in die Wolken geballert, um die Regenzeit vorzuziehen. Auch die Zeit der Lotusblüte wurde mit Hilfe der Chemie in den August verschoben. Seit ein paar Tagen tragen sogar die Taxifahrer Hemd und Krawatte.
Alles in allem kommt man sich hier, besonders als Ausländer, immer weniger willkommen vor. Um in unseren Compound zu kommen, mussten wir uns einen besonderen Pass machen lassen und den bei jedem Eintritt vorzeigen (machen wir aber nicht, die Jungs kennen uns inzwischen). Die Polizei macht Hausbesuche. Einfach so, um zu schauen, wer denn da wohnt. Wir dürfen auch nicht mehr in allen Hotels wohnen, besonders nicht mehr in den Billigen. Man muss sich bei jedem Scheiß registrieren, sei es wenn man Flugtickets kauft, oder einfach nur etwas in der Apotheke. Auch bei unserer Sprachschule musstwn wir uns registrieren, für die Polizei. Man darf nur noch bestimmte Sachen per Post verschicken. In einigen Läden gibt es keine Rasierklingen mehr. Und irgendwie hab ich noch was vergessen... Das wird nachgetragen ![]()
Also kurz: Die chinesische Regierung hat panische Angst vor Terror und lässt die Gegenmaßnahmen jeden spüren.
Aber auch wenn das alles nervig ist bin ich sehr gespannt, was da so passieren wird. Am Freitag geht es ja schon los. Und die Gerüchte überschlagen sich, ob die ganze Stadt lahmgelegt wird, oder nicht. Also: wir werden es sehen!
@ 2008-07-31 – 17:43:14
Hey Leute,
jetzt habe ich ja wirklich ewig nichts mehr geschrieben. Dabei gab es eigentlich die ganze Zeit etwas zu berichten. Alle Einzelheiten kann ich Euch erzählen, wenn ich wieder zu Hause bin. Das dauert jetzt ja gar nicht mehr so lange, am 30.08. werde ich nach Deutschland fliegen. Ich freue mich auch schon riesig darauf.
Zunächst noch zu den letzten Uni-Tagen. Die Klausuren sind alle ganz gut gelaufen, bei den Noten kann ich mich auch nicht wirklich beschweren. Trotzdem wäre ich bei Fertigungstechnik gerne in die Einsicht gegangen, die gab es dann aber gar nicht. Skandalös.
Nach den Klausuren musste ich dann noch schnell der Studienarbeit den letzten Schliff verpassen und auch alles präsentieren. Das lief alles erwartungsgemäß relativ locker ab. Vor der Präsentation musste sich eigentlich keiner Sorgen machen und wenigstens in unserer Gruppe wurden wenig kritische Fragen gestellt. Außerdem haben durch diverse andere Projekte und Präsentationen zumindest auf diesem Gebiet an der Tsinghua einiges gelernt.
Trotzdem waren die letzten Tage an der Uni dann recht stressig, vor allem wegen des ganzen Papierkrams. Und schon während der Vorbereitungszeit auf die Abschlusspräsentation wurden Julius und ich bei Bosch Rexroth in Peking erwartet. Trotz riesiger Schwierigkeiten mit unseren Studentenvisa durften wir dann doch ein Praktikum bei der Firma anfangen. Also am Wochenende schonmal alle Sachen zusammengepackt für den Umzug in die neue Bude (die war u.a. der Hauptgrund, überhaupt ein Praktikum anzufangen).
Am nächsten Montag war dann bereits mein erster Arbeitstag. Die Firma macht einen guten Eindruck. ein riesiger, moderne Maschinenpark steht da herum. Nur an der Logistik hapert es enorm, auf diesem Gebiet werden wir beide jetzt auch eingesetzt.
Aber nochmal zurück zum Wesentlichen: Die Bude ist ein Traum. Riesengroß und gut ausgestattet (nachdem wir Niels' spitzenmäßigen Sessel hier integriert hatten). Genau so riesengroß wird hier "fangbian" geschrieben, d.h. wir lassen es uns echt gut gehen. Jeden Tag Super Mario Kart und sonstiges. Wir können seit langem mal wieder kochen, weil wir jetzt eine Küche haben. Also alles in allem eine enorme Steigerung zum Leben im Studentenwohnheim - Bis auf die Lage. Wir sind hier im Südosten, zwischen fünftem und sechstem Ring. Also zieeemlich weit draußen. Hier ist nicht viel los. Das können wir aber ganz gut kompensieren, denn bei dem üppigen Praktikantengehalt kann man auch öfter mal das Taxi nehmen.
Meinen Urlaub (ja, gibt es sogar, wenn man nur zwei Monate bleibt) habe ich letzte Woche in Hong Kong verbraten. Dort hab ich mich mit Mathias getroffen. Und mit dem Ausgangspunkt "Party Tram" war Spaß vorprogrammiert. Nach einer rauschenden Nacht sind wir am nächsten Tag noch auf den Victoria Peak gefahren. Das ganze bei außergewöhnlich gutem Wetter. Und auch am Abend hat Mathias noch ein Spitzenprogramm organisiert, aber leider (schlimm, dieser Jetset) musste ich vorzeitig wieder zurück nach China, genauer nach Qingdao, um Andre's Geburtstag gebührend zu feiern, nämlich bei einigen Tüten Bier. Ja, Qingdao ist die Bierstadt in China. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich am Bier liegt, aber die Stadt ist einfach super entspannt und daher sehr angenehm. Keine überfüllten Straßen, stattdessen sitzen Leute draußen und spielen Karten und trinken dabei Bier aus Tüten. Außerdem verlaufen die Straßen organisch entlang der flachen Hügel. Und zwischendrin immer mal wieder europäische Architektur aus der Deutschen Kolonialzeit. Meiner Meinung nach die schönste Stadt in China, die ich gesehen habe.
Fotos werden folgen, hoffentlich möglichst bald.
Also bestimmt hab ich wieder mehr als die Hälfte vergessen oder weggelassen, wie gesagt werde ich Euch allen das persönlich noch berichten.
Also viele Grüße, bis bald!
@ 2008-06-08 – 08:06:46
Was ist letzte Woche passiert?
Uni-technisch geht jetzt die Lernerei in die heiße Phase, am Dienstag ist die erste Klausur. Ein bisschen Zeit für Spaß muss aber trotzdem drin sein.
Am Donnerstag waren wir mit 12 Leuten im Daimler-Werk im Süden von Peking. Im Gegensatz zum Hyundai-Werk, wo wir letztes Jahr waren, geht es hier richtig gemütlich zu, während der gesamten Zeit, in der wir in der Montagehalle waren, liefen schätzungsweise vielleicht 1-2 Fahrzeuge vom Band. Eher wie in einer Manufaktur, als in einem industriellen Betrieb. Der Verkauf der Mercedes C- und E-Klasse läuft hier in China noch nicht so richtig. Das Werk schreibt bis jetzt auch ordentlich rote Zahlen, aber die Ingenieure sind trotzdem alle locker drauf und es war wirklich interessant, deren Sichtweise von China zu hören. Hier das obligatorische Gruppenbild:
Und gestern war dann noch unsere Geburtstagsparty. Wir, das sind Till, Tomi, Erika und ich. Gefeiert haben wir in einem sehr gemütlichen, biergarten-ähnlichen aber ordentlich designten Café. Wir haben Freibier geschmissen und uns dazu von einem chinesischen Grillmeister mit Lamm- und Geflügelspießen begrillen lassen. Die Stimmung war gut und es gab viele, viele Geschenke. Hier das obligatorische Gruppenbild:
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